Fondsgebundene Rentenversicherung


Unter einer fondsgebundenen Rentenversicherung versteht man im Grunde eine Mischung aus einer klassischen Rentenversicherung und einem Fondssparen. Hierbei können Sie die Vorteile beider Anlageformen für Ihre Altersvorsorge nutzen.

Fondsgebundene Rentenversicherungen sind steuerlich begünstigt: Bei einer Laufzeit von wenigstens zwölf Jahren und einer Auszahlung ab dem 60. Lebensjahr unterliegen lediglich 50% der Erträge der Steuerpflicht. Die Absicherung des Todesfalles ist zudem einkommensteuerfrei, so dass im Fall der Fälle keine unangenehmen Überraschungen auf Ihre Angehörigen warten. Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung handelt es sich um eine flexible Geldanlage, denn eine teilweise Auszahlung ist ebenso möglich wie eine Beleihung des angesparten Betrages.

Wichtig beim Abschluss einer fondsgebundenen Rentenversicherung ist vor allem die Sicherheit des Anbieters. Die prognostizierte Entwicklung des gewählten Fonds sollte in keinem Fall im Vordergrund stehen, denn die jüngste Entwicklung an den Kapitalmärkten hat gezeigt, dass auf Prognosen über einen längeren Zeitraum hinweg nicht unbedingt Verlass ist.

Es gibt daher anerkannte Ratings, die unter Berücksichtigung der tatsächlichen Kapitaldeckung die Sicherheit und Verlässlichkeit des jeweiligen Anbieters wieder spiegeln.

Mit dem Abschluss einer fondsgebundenen Rentenversicherung schließt der Kunde einen Vertrag ab, der ihn einerseits für den Fall des vorzeitigen Ablebens absichert, andererseits aber auch die Chancen, die sich an den Kapitalmärkten bieten, nutzen lässt.

Bei einer klassischen Rentenversicherung fließen die von Ihnen einbezahlten monatlichen Beiträge in sichere Anlageformen. Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung werden die entsprechenden Beiträge in Fonds investiert. Als Anleger haben Sie die Wahl, alles in einen Fonds zu investieren oder das Risiko zu streuen, in dem Sie in mehrere Fonds investieren oder durch ein Fonds-Management investieren lassen.

Die Anlageformen können eher konservativ aber auch äußerst spekulativ sein. Nach Abschluss der Ansparphase entscheiden Sie selbst, ob Sie eine Einmalzahlung zur Verwirklichung von Träumem für den Lebensabend oder eine lebenslange monatliche Rente wählen möchten. Die monatliche Höhe der Rente ist allerdings nicht garantiert, da sich die Entwicklung eines oder mehrerer Fonds über einen langen Zeitraum hinweg schlicht nicht vorher sagen lässt.

Die Höhe der Rendite einer solchen Anlage ist naturgemäß nur ungefähr vorher zu sagen. Allerdings haben sich Investmentfonds in der Vergangenheit in der Regel wesentlich besser entwickelt als andere Anlageformen und es gibt an und für sich wenig Grund, dass dies spätestens nach der Überwindung der gegenwärtigen Krise nicht wieder so sein sollte. Zudem lässt sich die Entwicklung der gewählten Fonds in der täglichen Presseberichterstattung und auch im Fernsehen aktuell verfolgen, so dass Sie Ihre Strategie jederzeit ändern können, falls sich Ihre Fonds nicht wie gewünscht entwickeln.

In der Regel wird als Mindestbeitrag ein Betrag von € 25,- pro Monat fällig; einige Anbieter von fondsgebundenen Rentenversicherungen verlangen allerdings auch einen monatlichen Mindestbeitrag von € 50,- im Monat. Um die Einlagen der Anleger zu schützen, werden in der Bundesrepulik Deutschland sämtliche Anbieter dieser Variante der privaten Altersvorsorge von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) überwacht. Hiermit wird sicher gestellt, dass die Versicherungsanbieter die versprochenen Leistungen auch tatsächlich erfüllen können. Fondsgebundene Rentenversicherungen sind somit eine interessante Alternative zu klassischen Formen der Altersvorsorge.

Eine weiter interessante Form der Altersvorsorge ist die fondsgebundene Riester Rentenversicherung. Hier erhalten Sie mehr Informationen.